Perineale Fusionsbiopsie der Prostata

Nach mehr als 1.000 transrektalen Prostatabiopsien bei unseren Patienten stellen wir ab 2026 auf ein modernes Verfahren um: die apparative, perineale Fusionsbiopsie der Prostata. Neben der apparativen, perinealen Fusionsbiopsie steht auch die perineale, systematische Biopsie zur Verfügung. Oftmals ist eine Kombination aus beiden sinnvoll.

Apparative, perineale Fusionsbiopsie der Prostata

Die apparative, perineale Fusionsbiopsie der Prostata ist ein modernes, besonders präzises Verfahren zur Abklärung von verdächtigen Veränderungen in der Prostata. Grundlage ist die Kombination („Fusion“) hochauflösender MRT-Bilder mit der aktuellen Ultraschallaufnahme während der Probenentnahme in Echtzeit. Durch diese Überlagerung können auffällige Areale in der Prostata gezielt und millimetergenau angesteuert werden. So können verdächtige Bezirke sehr zuverlässig beprobt werden, was die Erkennungsrate klinisch relevanter Prostatakarzinome deutlich erhöht.

Der Zugang erfolgt über die Haut des Damms (perineal), nicht über den Enddarm (transrektal), der so unverletzt bleibt. Dadurch wird das Infektionsrisiko deutlich reduziert. Eine lokale Anästhesie (wie z. B. beim Zahnarzt) ist ausreichend, in Sonderfällen besteht die Möglichkeit der Vollnarkose.

Vorteile der Methode:

  • höchstmögliche Präzision durch MRT-Ultraschall-Fusion
  • deutlich geringeres Infektionsrisiko
  • bessere Tumorerkennungsrate bei klinisch relevanten Befunden

Perineale, systematische Prostatabiopsie

Die perineale, systematische Biopsie dient der umfassenden Beurteilung des gesamten Prostatagewebes. Auch hier erfolgt der Zugang über den Damm. Die Prostata wird mittels Ultraschall dargestellt, und es werden – je nach Prostatagröße – systematisch Proben aus allen relevanten Regionen entnommen (klassisch 12–20 Proben).

Dieses Verfahren ist besonders sinnvoll, wenn:

  • kein MRT verfügbar ist,
  • zusätzliche Proben zur Fusionsbiopsie notwendig sind,
  • oder die Prostata vollständig und standardisiert untersucht werden soll.

Durch den perinealen Zugang ist das Infektionsrisiko äußerst gering. Die Biopsie erfolgt in Lokalanästhesie und ist in der Regel gut tolerierbar; in Sonderfällen ist eine Vollnarkose möglich. möglich.

Vorteile der perinealen systematischen Biopsie:

  • standardisierte, flächendeckende Gewebeentnahme
  • sehr niedriges Infektionsrisiko

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FAQ (häufige Fragen)